Am Ende wissen, wie es geht
Einen geliebten Menschen zu verlieren, macht traurig. Heute hat sich unser Verständnis über Sterben und Tod verändert, damit ist auch uraltes Wissen über die Sterbebegleitung verloren gegangen.
Die meisten Menschen sterben nicht mehr zu Hause. Nur noch ca. 5 % sterben zu Hause im Kreise der Familie.
Dabei möchte kein Mensch alleine sterben, wir brauchen in der letzten Phase unseres Lebens Menschen an unserer Seite.
Das kann im Krankenhaus und in Heimen nicht gewährleistet werden.
Umso wichtiger ist es, dass es die Hospize sowie ausgebildete Trauer- und Sterbebegleiter gibt. Hier in Dithmarschen leistet der Freundeskreis Hospiz schon seit 1992 wertvolle ambulante Hospizarbeit. Seit 2023 komplettiert das stationäre, inklusive Hospiz diese Arbeit.
Und seit 2023 werden sogenannte Letzte Hilfe Kurse angeboten.
Der SoVD Ortsverband Lunden hatte für 2026 zwei Kurse gebucht.
Sterben ist eine intensive Phase des Lebens, das Sterben anzunehmen eine große Herausforderung. Sterbenden eine Hand zu reichen erfordert Mut und Wissen. Um dieses Wissen und den Mut zu erhalten haben in Lunden nun schon 40 Teilnehmer an einem Letzte Hilfe Kurs teilgenommen.
Marita von Maydell und Eike Albers vom Hospizteam Meldorf vermittelten kompetent und praxisorientiert wichtige Informationen, damit am Ende alle wissen, wie es geht.
Der Hospizverein Meldorf bietet seine Hilfe an als Sterbebegleitung und Trauerbegleitung, auch als Einzelbegleitung. Außerdem gibt es noch Trauergruppen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Rat und Hilfe finden Sie unter Telefon: 04832–55000. Rund um die Uhr ist ein kompetenter Ansprechpartner für Sie da.
Sterben zu verschweigen, ergibt keinen Sinn, es belastet nur.
Besser ist es, frühzeitig einander einzubeziehen, nichts zu verheimlichen, Gefühle zu zeigen und offen füreinander zu sein -- den Koffer für die letzte Reise zu packen.
Irmgard Fleig

